Scones und Clotted Cream zum royalen Besuch in Germany

Endlich sind Kate und William mit George und Charlotte einmal in Deutschland! Heute sind die Royals in Heidelberg und seit geraumer Zeit habe ich an bestem englischen Teegebäck gearbeitet, falls sie bei uns auch vorbeischauen. Man weiß ja nie! 

In love with Scones – long live the Queen

Buttrig, splittrig, nicht zu süß, nicht zu weich und nicht zu groß. So sollen MEINE perfekten Scones sein. Ganz dekadent serviert mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade. Dazu eine Tasse Tee. I am in love with the British People, Shakespeare and – of course – Kate, William and the Queen. An Scones erkennt man… ja, die Engländer können doch genießen.

Jedem das Seine (Und mir meine Scones)

Voran ging jedoch eine längere Suche nach dem „besten“ Scones Rezept, also meinem Favoriten. Herausgefunden habe ich: Varianten gibt es viele, Geschmäcker sind verschieden, da muß man sich durchbacken und durchkosten. Herausgefunden habe ich auch: Es gibt Scones-Hater in meiner engeren Bekanntschaft, also nicht für jeden was, aber für Teetrinker auf jeden Fall.

Ergebnis der Scones-Back-Arie

Ergebnis meiner Suche: Minis-Scones haben für die Teatime die beste Größe. Man kann sie mit einem Haps geniessen. Für die Clotted Cream gibt  es einen Trick, dazu unten. Und: Weil die Erdbeermarmelade süss ist, sollten die Scones keinesfalls zu süss und unbedingt erkennbar gesalzen sein.

 

 

Stilecht mit selbstgemachter Clotted Cream?

Dazu, very british, habe ich Clotted Cream zweimal selbstgemacht. Geht ganz einfach, man muss nur geduldig sein, und 24 Stunden vor dem Verzehr beginnen mit dem Ansetzen.

Marmelade drunter oder drauf?

Ob die Cream nun auf die Marmelade oder umgekehrt Marmelade auf die Cream gestrichen wird, das weiß nur die Queen allein. Schmeckt beides gleich und wahnsinnig gut!

Mein Trick 17 für die Clotted Cream

Die Clotted Cream Aktion kann man sich übrigens vereinfachen. Bio-Sahne enthält kein Trennmittel Carrageen und es setzt sich dort oben 2 cm dick der Rahm von selbst am Becher ab (jedenfalls bei der netto-Sahne). So ähnlich schmeckte die Selbstgemachte Clotted Cream. Die Menge in einem Schlagsahne-Becher ist für eine Person super reichlich. Und ich gebe zu: Mir schmeckt diese „Cream“ sogar besser, als die selbst angesetzte, weil ich den gelben fetten Rand geschmacklich und optisch nicht so toll finde. ABER: Die Engländer rühren das Gelbe mit in ihre Clotted Cream.

Rezept für meine Mini-Scones:

Zutaten

250 g Mehl
2 gehäufte TL Backpulver
30 g Zucker
60 g eiskalte Butter
100 ml Milch
1/2 TL Salz
1 Eigelb

Zubereitung

1.  Ofen vorheizen auf 200 Grad. Ober-Unter-Hitze.

2. Blech mit Backpapier drauf bereitstellen.

3. Butter abwiegen, würfeln und ins Gefrierfach stellen.

4. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben.

5. Zucker und Salz dazu geben und alles verrühren.

6. Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben.

7. Eigelb und  Pinsel bereitstellen.

8. Eiskalte Butter in die Schüssel geben und mit kalten Fingerspitzen kurz und schnell unterkneten, der Teig soll brotkrumenartig bleiben.

9. Die Milch mit einer Gabel dazurühren. Nicht mehr kneten.

10. Teig mit den Händen locker zu einem Ball formen und auf die Arbeitsfläche legen.

11. Teig dann nicht ausrollen, sondern den Ball mit den Händen zu einer flachen 3 cm dicken Masse pressen.

12. Scones ausstechen. Für Miniscones eine kleine Form z.B. ein Schnapsglas benutzen.

13. Scones auf das Backblech setzen.

14. Mit Eigelb bepinseln.

15. Ab in den Ofen und bei 200 Grad 12 Minuten backen.

 

Tips für die Scones:
  • Achtung Fail: Die Scones werden zu harten, kleinen Stones, wenn man sie zu lange knetet.
  • Miniscones schmecken besser als Größere.
  • Beim Ausstechen möglichst nicht drehen, sonst werden die Scones schief.
    Profis benutzen einen Scones-Cutter. Geht auch ohne.
  • Den Teig könnte man sogar nochmals kühl stellen vor dem Ausstechen und Backen.
  • Wenn man den Teig doch mit mehr Zucker und warm zubereitet, also mit warmer Butter
    und ausführlich knetet, dann schmecken die Scones mehr nach Milchbrötchen, ich finde sie dann etwas fad.
  • Und pikant kann man die Scones auch mit Cheddarkäse oder Lachscreme backen, das mache ich demnächst!
  • Einfrieren geht angeblich prima, kurz Aufbacken und fertig.

 

… und hier noch das Rezept für die selbstgemachte Clotted Cream:

Zutaten:

500 ml normale Supermarkt-Sahne

Zubereitung

1. Am Abend die Sahne in eine mittelgroße Auflaufform geben.

2. In den Ofen über Nacht bei Ober-Unterhitze auf 80 Grad für 12 Stunden.

3. Morgens herausnehmen, kurz Abkühlen lassen.

4. Abdecken mit Folie und nochmal in den Kühlschrank für 12 Stunden.

5. Herausnehmen und die feste Schicht abschöpfen. Ja, die Engländer nehmen auch die gelbe fette obere Schicht.

6. Alles in eine Schüssel geben und etwas verrühren, evtl. nochmal kurz kalt stellen, fertig.

7. Die restliche Flüssigkeit aufheben, die kann man zum Kochen noch verwenden.

8. Kalt gestellt schmeckt die Clotted Cream nach einigen Stunden oder einem Tag dann noch besser.

 

Tips für die Clotted Cream:
  • Bei der Biosahne setzt sich oben sowieso der Rahm ab, daher kann man den auch als Clotted Cream Ersatz verwenden. Ist quasi das Gleiche. 1 Becher für eine Person, Rest der Sahne ist weiterverwendbar.

    Rahmschicht auf der Biosahne - fertige Clotted Cream
    Rahmschicht auf der Biosahne – fertige Clotted Cream
  • Das ist immer noch billiger und frischer, als die teuere Clotted-Cream. Die werde ich mir aber mal versuchsweise kaufen und dann berichten.
  • Selbst machen hat bei mir beim ersten mal mit normaler Sahne funktioniert (kein bio, kein ohne Carrageen etc.).
  • NICHT geklappt hat es bei mir mit der Biosahne vom netto, wo sich, wie oben beschrieben der Rahm ohnehin schon abgesetzt hat. Es bildete sich dann nur ein superdicke gelbe Schicht (Fettschicht), für die Teatime war das nichts.

Endlich Geniessen!

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